Bilanz der Polizei Marktheidenfeld zum Fasching 2019

06.03.2019 -

Marktheidenfeld/Lkr. Main-Spessart. In den zurückliegenden Tagen haben die Narren im Dienstgebiet der PI Marktheidenfeld den Fasching weitgehend friedlich gefeiert.

Rund um die Sitzungen und Faschingsbälle sind der Polizei keinerlei Sicherheitsstörungen gemeldet worden.

Auf den Straßen im Raum Marktheidenfeld kam es zu keinen Unfällen, bei denen die Beteiligten betrunken waren. Alle Alkoholkontrollen an den närrischen Tagen führten nicht zu Aufgriffen. Lediglich am Samstag musste in Urspringen bei einer Frau vorsorglich der Fahrzeugschlüssel sichergestellt werden, um eine Alkoholfahrt zu verhindern.

Weniger erfreulich war das Verhalten einiger Besucher bei den ansonsten vorbildlich organisierten Faschingszügen. Hier machen sich die vielen Kooperationsgespräche in der Vergangenheit zwischen den Sicherheitsbehörden und den Organisatoren positiv bemerkbar.

Betrüblich ist, dass im Zuge des Faschingstreibens nach den Umzügen einige Besucher alkoholbedingt die Beherrschung verloren und randalierten.

Nach Hafenlohr (siehe Pressebericht vom 04.03.2019) kam es auch in Marktheidenfeld bei der After-Zug-Party zu unschönen Szenen auf dem Adenauer Platz. Hier mischten sich erneut polizeibekannte Personen unter die Feiernden und es dauerte nicht lange, bis es zu Gewaltexzessen kam.

Im Bereich des Busbahnhofs versetzte ein 19 jähriger Marktheidenfelder, gegen 15.15 Uhr, einem 16 jährigen einen Schlag ins Gesicht. Der Schläger suchte sofort das Weite. Eine Zivilstreife der Polizei nahm ihn aber kurz darauf in der Altstadt fest. Anschließend landete er in einer Ausnüchterungszelle. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,1 Promille. Wie sich im Zuge der ersten Ermittlungen herausstellte, wurde das Opfer auch am Vortag in Lengfurt nach dem Umzug tätlich angegangen. Der 19jährige prügelte dort zusammen mit einem inzwischen ermittelten 15 Jahre alten Mittäter auf den 16jährigen ein. Von diesem Vorfall erfuhr die Polizei zunächst nichts.

Die Ermittlungen gegen den 19jährigen Beschuldigten werden nun mit Hochdruck geführt, nachdem er an 3 aufeinander folgenden Tagen wegen Rohheitsdelikten aufgefallen ist. Frühere Ermittlungsverfahren haben den Heranwachsenden bislang offenbar wenig beeindruckt. Die Akten sollen so schnell wie möglich an die Justiz übergeben werden.
Als die Party vor der Gaststätte Hotvolee praktisch dem Ende zuging, wurde eine Polizeistreife gegen 18.30 Uhr tätlich angegriffen. Ein 18jähriger war dem Veranstalter wegen seines aggressiven Verhaltens gegenüber anderen Besuchern aufgefallen. Ihm erteilte die Polizei deshalb einen Platzverweis, den der alkoholisierte Halbstarke aber nicht befolgen wollte.

Stattdessen wurde er gegenüber der Streife handgreiflich und verletzte einen der Beamten mit einem Fußtritt. Dieser ist wegen einer Verletzung am Knie voraussichtlich mehrere Tage dienstunfähig.

Der Randalierer konnte sich zunächst in den absperrten Hof der Firma Lermann flüchten und so vorläufig unerkannt entkommen. Der Polizei gelang es aber in kurzer Zeit, die Identität des Beschuldigten zu ermitteln. Bereits gegen 19.15 Uhr standen 2 Streifen bei dem jungen Mann in der Wohnung, die sich unweit des Tatortes befindet. Auch er ist kein unbeschriebenes Blatt mehr und hatte zur Tatzeit rund 1,5 Promille Alkohol.

Die Polizei Marktheidenfeld blickt mit einiger Sorge auf den Umstand, dass es häufig immer die gleichen Personen sind, die bei Veranstaltungen in der Öffentlichkeit handgreiflich werden. Dabei spielen hemmungsloser Alkoholkonsum und die Anonymität in der Masse eine entscheidende Rolle.

In Sicherheitsgesprächen mit den Ordnungsämtern soll in den nächsten Wochen überprüft werden, wie diese Personen künftig von Großveranstaltungen ferngehalten werden können

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