02.08.2025

Die Festbierprobe 2025

Vorfreude, Zusammenhalt und echtes Handwerk.

Manchmal braucht es nur ein Glas Bier, um ein ganzes Lebensgefühl auf den Punkt zu bringen. Die Festbierprobe der Laurenzi-Messe zeigte deutlich, dass es dabei nicht nur um Hopfen und Malz geht – sondern um Zusammenhalt, Heimatverbundenheit und das gute Gefühl, gemeinsam etwas zu tragen.

Was in der Brauerei Martinsbräu an diesem Abend geschah, war weit mehr als eine Verkostung: Es war ein leiser, aber kraftvoller Auftakt zu einem Jubiläumsfest, das die Region prägt – seit 75 Jahren. Maria Martin brachte es auf den Punkt: „Bier ist und bleibt ein sozialer Kitt unserer Gesellschaft, ein Symbol für Begegnung, Austausch und Zusammenhalt.“ Genau dieses Gefühl durchzog den ganzen Abend. Das Festbier stand sinnbildlich für das, was die Laurenzi-Messe seit 75 Jahren auszeichnet: Gemeinschaft, Dialog, Regionalstolz.

In Ihrer Eröffnungsrede vergaß Maria Martin auch nicht, gerade denen zu danken, die oft im Hintergrund wirken: Das gesamte Brauerei-Team, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die ehrenamtlich tätigen Menschen der Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr, THW oder dem roten Kreuz. Und natürlich den Partnern aus der Landwirtschaft  – ihnen allen wurde unter Applaus gedankt. Die Botschaft: Jeder Einzelne trägt zum Gelingen dieses Festes bei.

Bier als Handwerk, als Haltung, als Heimat

Braumeister Luis Martin nahm die Gäste mit hinter die Kulissen des Bierbrauens – und machte deutlich: „Niemand sollte denken, wir Brauer würden einfach alle Rohstoffe in einen Kessel füllen, auf Start drücken und am Ende kommt das Festbier raus. Dem ist absolut nicht so.“

Tatsächlich beginnt das Festbierbrauen bereits im Januar – mit der Analyse der neuen Malzernte. Daraus werden erste Biere gebraut, um die Qualität der Rohstoffe zu prüfen. Erst dann entsteht der erste Sud für das Festbier – im Jahr 2025 war das am 13. Mai. Insgesamt elf Sude wurden eingebraut, bernsteinfarben, mit 5,4 Prozent Alkohol. Die Zutaten: Malz aus regionaler Gerste, Hopfen aus der Hallertau und Wasser aus dem eigenen Brunnen. „Denken Sie beim ersten Schluck daran: In diesem Bier steckt viel Arbeit und jede Menge Herzblut“, sagte Martin. Das Publikum wusste diesen Blick hinter die Kulissen sichtlich zu schätzen.

Regionalität, auf die wir stolz sind!

Auch die Reden der politischen Gäste griffen diese Botschaft auf. Bürgermeister Thomas Stamm hob die Bedeutung regionaler Produkte und gewachsener Beziehungen hervor – verbunden mit einem klaren Appell: „Kauft euer Bier bei der Martinsbräu.“

Die (ausgesprochen gut gekleidete) Landrätin betonte, wie stark familiärer Zusammenhalt in Unternehmen und Gesellschaft sei – und wie sehr das in Marktheidenfeld gelebt werde. Sabine Sitter lobte das Zusammenspiel von Stadt, Brauerei und Festkultur als Beispiel gelebter Identität und wirtschaftlicher Stabilität in der Region. Der gesamte Landkreis Main-Spessart ist stolz, die Laurenzi Messe zu haben.

Jubiläen


2025 ist ein Doppeljubiläum: 75 Jahre Laurenzi-Messe, 60 Jahre Festwirtsfamilie Papert. Auch Festwirt Christian Papert erinnerte sich an die vielen Jahrzehnte auf dem Festplatz und sprach über seinen Onkel Joachim Papert, der schon dabei war, als dessen Vater – der Großvater des heutigen Festwirts – zum ersten Mal das Festzelt in Marktheidenfeld aufbaute. Auch für den Festwirt ist die Familie wichtig. Er freut sich besonders, dass seine Schwester Desirée nun auch fester Teil des Familienbetriebes ist. Im Weindorf wird es übgrigens in diesem Jahr zusätzlich zum Angebot an regionalen Weinspezialitäten auch Martinsbräu Helles vom Fass geben.

Impressionen der Festbierprobe 2025

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