Polizeieinsatz in Gemünden: Großeinsatz nach verdächtiger Wahrnehmung beendet

04.01.2021 -

GEMÜNDEN A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Seit circa 17.30 Uhr läuft im Bereich der Grund- und Mittelschule im Hofweg ein größerer Polizeieinsatz. Ein Zeuge hatte der Polizei eine verdächtige Wahrnehmung gemeldet.

Gegen 17.20 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf des Zeugen aus dem Bereich des Schwimmbads, das sich auf dem Schulgelände befindet. Eine unbekannte Person soll sich dort auf dem Gebäudedach aufgehalten haben und eine Pistole mitgeführt haben. Die Polizei hat den Bereich sicherheitshalber abgesperrt und überprüft jetzt das Areal hinsichtlich der verdächtigen Person. Verletzt wurde bis dato niemand, auch Schüsse sind nicht gefallen.

Wer Hinweise auf den unbekannten Mann geben kann, wird gebeten, sich über Notruf 110 bei der Polizei zu melden. Die Person soll deutsch mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben und trug einen schwarzen Jogginganzug mit Kapuze.

UPDATE: 22:00 Uhr

Der Zeuge hatte sich der Polizei offenbart, dass seine Mitteilung hinsichtlich der von ihm festgestellten Person mit Pistole frei erfunden war. Die Gründe für diese Lüge sind derzeit noch unklar.

Gegen den Mann wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat eingeleitet. Das Strafgesetzbuch sieht hier eine Strafandrohung von einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Darüber hinaus wird geprüft, inwiefern dem Verursacher die Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden können. Nachdem sich vor Ort neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizei auch örtliche freiwillige Feuerwehren und der Rettungsdienst befanden, dürfte die Summe gewiss im fünfstelligen Bereich liegen.

 

 

 

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